Vorbereitung auf die neuen Vorschriften für Ferienvermietungen auf den Kanarischen Inseln
Die Kanarischen Inseln haben ein neues Regelwerk für Viviendas Vacacionales (VV) – die lokale Bezeichnung für Ferienvermietungsimmobilien – eingeführt. Diese Vorschriften sollen ein besseres Gleichgewicht zwischen Tourismus und dem Wohnungsbedarf der Einheimischen schaffen. Um sicherzustellen, dass Sie als Gastgeber informiert und regelkonform bleiben, finden Sie hier einen Überblick über die wichtigsten sieben Punkte der neuen Regelungen.
1. Stärkere Rolle der lokalen Gemeinden (Ayuntamientos)
Die lokalen Gemeinden erhalten die Befugnis, zu bestimmen, in welchen Gebieten Ferienvermietungen zulässig sind. Das Ziel besteht darin, Overtourismus in dicht besiedelten Zonen zu verhindern und sicherzustellen, dass ausreichend Wohnraum für Einheimische zur Verfügung steht. Diese Zonen werden derzeit noch definiert – erkundigen Sie sich bei Ihrer lokalen Gemeinde nach den neuesten Informationen.
2. Einschränkungen für neue Ferienvermietungen
Für Neubauten gelten strengere Grenzen: Maximal 10% neuer Gebäude dürfen für Ferienvermietungen genutzt werden. Derzeit wird noch geklärt, ob dies an ein spezifisches Genehmigungsverfahren oder an die Mindestbaualtersregel (10 Jahre) gekoppelt ist. Zusätzlich greifen strengere Beschränkungen für „Grüne Inseln".
3. Erforderliche Genehmigungen vor dem Betrieb
Alle neuen Ferienvermietungen müssen vor Betriebsbeginn genehmigt werden. Dies erfordert die Zustimmung der zuständigen Inselrats-Behörde (Cabildo) und die Einhaltung künftiger Inspektionspläne. Stellen Sie sicher, dass Sie alle notwendigen Dokumente zusammentragen und rechtzeitig einreichen.
4. Geschützte Gebiete sind nicht zulässig
Immobilien in folgenden Bereichen sind nicht für Ferienvermietungen geeignet: Nationalparks, Naturschutzgebiete und Gebiete mit hohem Umweltwert. Beachten Sie, dass bestehende Ferienvermietungen in diesen Gebieten von diesem Verbot nicht betroffen sind.
5. Neue Nachhaltigkeits- und Qualitätsstandards
Um die Gesamtqualität und Umweltverantwortung von Ferienvermietungen zu verbessern, werden neue Standards erwartet. Diese umfassen eine Mindestfläche von 35 m², Barrierefreiheit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie weitere Nachhaltigkeits- und Qualitätsvorgaben, die derzeit noch genehmigt werden.
6. Regelungen für bestehende Ferienvermietungen
Wenn Sie bereits eine Ferienvermietung betreiben, können Sie diese unbegrenzt weiterbetreiben. Allerdings ist eine wichtige Besonderheit zu beachten: Die Lizenz ist an die Person gebunden, nicht an die Immobilie – sie kann bei einem Eigentümerwechsel nicht übertragen werden. Für Immobilienverwalter gilt eine Übergangsfrist von 5 bis 10 Jahren, sofern die Betriebsweise den künftigen Vorschriften entspricht. Diese Regelung wird jedoch noch diskutiert und kann sich noch ändern.
7. Anforderungen für neue Ferienvermietungen
Wenn Sie eine neue Ferienvermietung starten möchten, beachten Sie die folgenden erwarteten Anforderungen: Das Gebäude muss mindestens 10 Jahre alt sein (noch unter Diskussion), Sie benötigen eine Genehmigung der zuständigen Gemeinde, müssen alle neuen Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltvorschriften einhalten und darf die Immobilie nicht in geschützten oder eingeschränkten Gebieten liegen.
Das Team von Holidu verfolgt diese Entwicklungen in Spanien genau, damit Sie sich auf das Wichtigste konzentrieren können – das Hosting. Bleiben Sie informiert und überprüfen Sie regelmäßig die Updates von Ihrer lokalen Gemeinde und den Cabildos, um sicherzustellen, dass Sie jederzeit regelkonform bleiben.
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